In Düren beginnt am Samstag die Annakirmes. Um 9 Uhr wird zunächst in der Annakirche die Anna-Oktav eröffnet, um 12 Uhr startet dann das große Volksfest auf dem Annakirmesplatz. Traditionell geht es mit drei Böllerschüssen, dem Fassanstich vor dem „Hexenhof“ und Freifahrten in den ersten 15 Minuten los.
Die Annakirmes gehört zu den größten Volksfesten im Rheinland und ist eng mit der Dürener Anna-Oktav verbunden. Aus der früheren Pilgerfahrt und dem Annenmarkt hat sich über die Jahrhunderte die heutige Kirmes entwickelt. Für viele Besucher geht es am Samstag aber vor allem um den ersten Rundgang, die ersten Fahrten und die besondere Atmosphäre auf dem Platz.
Platzmeister Achim Greiff setzt dabei auch in diesem Jahr auf die Mischung aus Klassikern, festen Treffpunkten und großen Fahrgeschäften. „Wir haben unsere Landmarken. Da weiß der Besucher genau: Hier steht ein Fahrgeschäft, da ist der Reibekuchen meines Vertrauens, hier bekomme ich die beste Currywurst“, sagt Greiff. Ein Höhepunkt sei wieder der Feuerwerksfreitag. Vor allem aber sei die Atmosphäre auf dem Annakirmesplatz einzigartig.
Zu den auffälligen Fahrgeschäften gehören in diesem Jahr unter anderem der rund 80 Meter hohe Freifallturm „Gravity“, das „Dürener Riesenrad“, die Großschaukel „Konga“, der Propeller „Explosive“, der „Commander“, der „Break Dancer No. 2“ und der „Octopussy“. Auch Klassiker wie „Eva’s Fahrt ins Paradies“, der Musikexpress „Beach Party“, der Wellenflieger, Autoscooter, Kinderfahrgeschäfte und mehrere Laufgeschäfte sind dabei. Bei sommerlichem Wetter dürfte außerdem die Raftingbahn „River Rafting“ gut ankommen.
Eine große komplett neue Fahrgeschäft-Neuheit gibt es laut Greiff allerdings nicht. Das sei gerade in diesem Bereich schwierig, weil dafür hohe Investitionen nötig seien. Neuheiten gebe es eher bei einzelnen Imbissangeboten, zum Beispiel mit Kaiserschmarrn-Spezialitäten.
Auch die Preise bleiben ein Thema. Die Stadt könne keine festen Fahr- oder Getränkepreise vorschreiben, sagt Greiff. Jeder Schausteller sei für seine Preise selbst verantwortlich. Die Stadt könne nur versuchen, darauf hinzuwirken, dass die Kirmes für möglichst viele Besucher erschwinglich bleibt.
Am Eröffnungssamstag steht neben der Kirmes auch ein traditioneller Programmpunkt an: die Weltmeisterschaft im Kirschkernweitspucken. Nach Angaben von Greiff findet in diesem Jahr die 50. Auflage statt. Die Kerne fliegen ab 15 Uhr auf dem Hundesportplatz am Rurdammweg hinter der Achterbahn. Mitmachen kann jeder, der Eintritt ist frei und Startgeld wird nicht fällig. Greiff empfiehlt augenzwinkernd, vorher vielleicht schon einmal zu Hause im Garten zu trainieren.
Für Familien gibt es am Dienstag ab 11 Uhr den traditionellen Familientag mit halben Preisen auf den Karussells und weiteren Angeboten an Ständen, Spielgeschäften und in der Gastronomie. Kostenlos gibt es außerdem wieder den „Kinder-Finder“, ein Armband, auf das Eltern ihre Telefonnummer schreiben können. Tiere und vor allem Hunde sind auf dem Kirmesgelände nicht erlaubt, ausgenommen sind notwendige Assistenzhunde.
Foto: Stadt Düren