Anti-Atomkraft-Initiativen gehen weiterhin davon aus, dass ein weiterer Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll von Jülich nach Ahaus stattfinden soll. Der ursprünglich für Dienstagabend erwartete Transport ist nach Angaben der Initiativen allerdings kurzfristig verschoben worden. Offiziell bestätigt wurde der Transport weiterhin nicht.
Nach Informationen der Gruppen soll der Transport nun möglicherweise erst am Mittwoch stattfinden. Außerdem sei erstmals der Einsatz von zwei Castor-LKWs gleichzeitig geplant. Gründe für die kurzfristige Verschiebung sind bislang unklar. Die Initiativen vermuten unter anderem technische Probleme oder Personalmangel bei der Polizei. Für Mittwoch sind jetzt spontane Mahnwachen in Jülich und auch Ahaus angekündigt.
Nach Angaben der Initiativen handelt es sich um den vierten Transport vom Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus. Bereits bei den ersten drei Fahrten hatte die Polizei die Strecke mit einem Großaufgebot abgesichert.
Die Anti-Atomkraft-Gruppen kritisieren weiterhin die Transporte und die Lagerung des hochradioaktiven Atommülls. Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich nach Ahaus gebracht werden. Das Zwischenlager in Ahaus ist derzeit bis 2036 genehmigt.