• DRIT­TER CAS­TOR-TRANS­PORT AN­GE­KOM­MEN

    Ein weiterer Castor-Transport mit hochradioaktivem Atommüll ist von Jülich ins Zwischenlager nach Ahaus gebracht worden. Der Transport verlief laut Polizei ohne Zwischenfälle. Begleitet wurde er erneut von einem Großeinsatz der Polizei.

    Der Schwerlasttransporter war am Dienstagabend am Forschungszentrum Jülich gestartet und erreichte am frühen Mittwochmorgen das Zwischenlager in Ahaus. Wie bereits bei den beiden vorherigen Fahrten wurde ein einzelner Castor-Behälter transportiert. Die Polizei machte die genaue Route und den Zeitpunkt des Transports aus Sicherheitsgründen vorher nicht öffentlich.

    Parallel dazu gab es erneut Proteste gegen die Atommüll-Transporte. In Jülich fanden unter anderem Mahnwachen statt. Nach Polizeiangaben beteiligten sich dort an zwei Versammlungen etwa zehn Menschen. In Ahaus wurden bei Protestaktionen bis zu 170 Teilnehmer gezählt. Im Zusammenhang mit den Protesten kontrollierte die Polizei in Jülich außerdem drei Aktivisten. Nach Angaben der Polizei waren zuvor Hinweise eingegangen, dass sich drei Menschen auffällig an einem Privatgelände verhalten und Fotos gemacht hätten. Nach der Feststellung ihrer Personalien wurden sie wieder entlassen.

    Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit Atommüll aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich nach Ahaus gebracht werden. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht. Das Zwischenlager in Jülich soll geräumt werden, weil die Erdbebensicherheit dort nicht nachgewiesen werden konnte.

    ZURÜCK