• ELF­TER CAS­TOR­TRANS­PORT ER­REICHT ZWI­SCHEN­LA­GER AHAUS

    Nach der Panne beim vorher geplanten Castortransport ist in der Nacht auf Mittwoch der nächste Atommüllbehälter von Jülich nach Ahaus gebracht worden. Nach Angaben des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ erreichte der elfte von insgesamt 152 Castorbehältern gegen 0:45 Uhr das Zwischenlager Ahaus.

    Der Transport war am Dienstagabend gegen 21:45 Uhr am Forschungszentrum Jülich gestartet. Nach Angaben der Atomkraftgegner war der Konvoi auf der rund 170 Kilometer langen Autobahnstrecke mit etwa 40 Fahrzeugen unterwegs, darunter zahlreiche Polizeifahrzeuge.

    Die Route führte unter anderem über das Kreuz Holz, weiter Richtung Neuss, über die A42 bei Duisburg und später am Dreieck Bottrop auf die A31 in Richtung Ahaus. In Jülich hatten sich seit 20 Uhr Atomkraftgegner an der Zufahrt zum Forschungszentrum zu einer Mahnwache versammelt. Auch in Ahaus gab es Protest.

    Das Aktionsbündnis kritisiert die Transporte weiter als unnötig und gefährlich. Nach seiner Darstellung könne der Atommüll in Ahaus nicht dauerhaft bleiben, weil die Lagerungsgenehmigung für das Zwischenlager 2036 endet und dort kein Endlager entsteht.

    Schon am Mittwochabend könnte nach Einschätzung von „Stop Westcastor“ der nächste Behälter von Jülich nach Ahaus transportiert werden. Für 20 Uhr sind deshalb wieder Protest-Mahnwachen in Jülich und Ahaus angemeldet.

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