• ENT­SPAN­NUNG IM HÜRT­GEN­WALD – VENN­BRAND WEI­TER NICHT UN­TER KON­TROL­LE

    Bei den beiden großen Waldbränden in der Region entwickelt sich die Lage weiter unterschiedlich. Im Hürtgenwald ist der Brand inzwischen unter Kontrolle und die Menschen aus Gey dürfen zurück in ihre Häuser. Im Hohen Venn ist das Feuer dagegen weiterhin nicht unter Kontrolle. Dort sind nach Medienberichten inzwischen rund 3.000 Hektar Natur zerstört.

    Im Hürtgenwald besteht nach Angaben des Kreises Düren seit Samstagabend keine akute Gefahr mehr. Die Einsatzkräfte konnten den Ortsteil Gey so sichern, dass die Flammen nicht auf die Häuser übergreifen können. Die am Freitag evakuierten Bewohner dürfen deshalb wieder zurück. Menschen, die in Krankenhäusern, Pflege- oder Senioreneinrichtungen untergebracht wurden, sollen am heutigen Sonntag wegen ihrer Rückkehr kontaktiert werden.

    Die Löscharbeiten sind damit allerdings noch nicht beendet. Am Samstagabend gab es noch zwei Stellen mit sichtbaren Flammen. Rund 1.600 Einsatzkräfte waren zu diesem Zeitpunkt weiterhin vor Ort. Die Arbeiten im Brandgebiet sollen auch in den kommenden Tagen weitergehen.

    Im Hohen Venn hat sich das Feuer in der Nacht dagegen weiter ausgebreitet. Nach Angaben des BRF sind mittlerweile rund 3.000 Hektar Natur zerstört. Die Ausbreitung verlief allerdings langsamer als zunächst befürchtet. Probleme bereiten weiterhin der wechselnde Wind und das teilweise nur schwer zugängliche Gelände.

    Mehr als 250 Einsatzkräfte und rund 50 Fahrzeuge waren in der Nacht mobilisiert. Unterstützung kommt unter anderem aus Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Niederländische Chinook-Hubschrauber sollen am Sonntag gemeinsam mit Hubschraubern der föderalen Polizei die Löscharbeiten aus der Luft fortsetzen.

    Rund 600 Menschen aus Teilen von Sourbrodt sowie aus Leykaul und Küchelscheid waren am Samstag vorsorglich evakuiert worden. Die Ortschaften sind bislang nicht vom Feuer erreicht worden. Wann die Bewohner zurückkehren können, ist noch unklar.

    Auch für Monschau hat sich die Lage etwas entspannt. Die Feuerwehr fährt ihren Einsatz zurück, nachdem sich die Feuerfront in der Nacht nicht weiter in Richtung der Stadt bewegt hat. Zuvor waren rund 5.000 Menschen in Kalterherberg und Mützenich vorsorglich darauf vorbereitet worden, ihre Häuser möglicherweise verlassen zu müssen.

    Wegen der Rauchentwicklung raten mehrere Gemeinden weiterhin dazu, Fenster und Türen geschlossen zu halten und Lüftungs- und Klimaanlagen auszuschalten. Die weitere Entwicklung hängt vor allem vom Wind ab. In der Nacht auf Montag wird leichter Regen erwartet, der nach Einschätzung von Wetterexperten zwar helfen, den Brand aber nicht löschen kann.

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