• FLÜS­SIG­KEITS­AUS­TRITT AM WEST­BAHN­HOF SORGT FÜR SPER­RUN­GEN

    Ein Feuerwehreinsatz am Aachener Westbahnhof hat am Dienstagabend für Sperrungen, Zugausfälle und eine Warnung über die NINA-App gesorgt. Aus einem Kesselwagen trat eine Flüssigkeit aus, die zunächst als möglicher Gefahrstoff eingestuft wurde.

    Alarmiert wurden die Einsatzkräfte gegen 19.45 Uhr. Ein Lokführer hatte bei einer routinemäßigen Kontrolle bemerkt, dass aus einem Kesselwagen Flüssigkeit strahlartig austrat. Weil nach ersten Informationen von einer brennbaren und giftigen Flüssigkeit ausgegangen werden musste, sperrte die Deutsche Bahn die Gleisanlagen. Feuerwehr, Rettungsdienst und Gefahrstoffspezialisten rückten aus. Der Bahnhof wurde geräumt, das Umfeld weiträumig abgesperrt und die Bevölkerung per NINA-Warnung aufgefordert, den Bereich zu meiden.

    Die Suche nach dem betroffenen Wagen gestaltete sich zunächst schwierig, weil sich der Kesselwagen auf dem weitläufigen Gelände des Westbahnhofs befand. Die Einsatzkräfte gingen unter besonderer Schutzausrüstung vor und bereiteten vorsorglich sogar einen Dekontaminationsplatz vor. Insgesamt waren rund 80 Kräfte von Berufs- und Freiwilliger Feuerwehr im Einsatz. Unterstützt wurden sie unter anderem von der Bundespolizei, dem Notfallmanagement der Deutschen Bahn und einem Gefahrgut-Fachberater.

    Nach der Lokalisierung des Waggons folgte die Entwarnung: Mit speziellen Messverfahren stellte die Feuerwehr fest, dass kein Gefahrstoff austrat. Stattdessen handelte es sich um Regenwasser, das sich in einer Auffangwanne am Kesselwagen gesammelt hatte. Durch eine Undichtigkeit am Ablaufschlauch war das Wasser ausgetreten und hatte den Eindruck eines Gefahrstofflecks erweckt.

    Die Warnung für die Bevölkerung wurde daraufhin aufgehoben und die Sperrungen konnten wieder beendet werden. Im Bahnverkehr kam es am Abend zeitweise zu Einschränkungen und Verspätungen.

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