• FÜNF­TER CAS­TOR-TRANS­PORT AN­GE­KOM­MEN

    Der fünfte Castor-Behälter mit hochradioaktivem Atommüll aus Jülich ist in der Nacht sicher im Zwischenlager Ahaus angekommen. Der Transport verlief nach Angaben der Polizei ohne Zwischenfälle. Begleitet wurde er erneut von einem Großaufgebot der Polizei.

    Der Spezialbehälter wurde mit einem Schwerlasttransporter über Autobahnen durch Nordrhein-Westfalen nach Ahaus gebracht. Aus Sicherheitsgründen waren weder der genaue Termin noch die Strecke vorab bekanntgegeben worden. Während des Transports sperrte die Polizei zeitweise einzelne Autobahnabschnitte.

    Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter mit rund 300.000 Brennelement-Kugeln von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Es handelt sich um einen der größten Atommülltransporte auf der Straße seit Jahrzehnten.

    Möglicherweise wird sich die Transportserie länger hinziehen als ursprünglich geplant. Das beauftragte Unternehmen Orano hat nach Angaben der Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen (JEN) eine Verlängerung der Transportgenehmigung bis Ende August 2028 beantragt. Damit soll ein zeitlicher Puffer geschaffen werden. Über den Antrag ist bislang noch nicht entschieden.

    Auch beim fünften Transport hat es wieder Proteste gegeben. Nach Angaben der Polizei beteiligten sich in Jülich insgesamt neun Menschen an zwei Versammlungen. An einer Mahnwache in Ahaus nahmen zeitweise rund 30 Menschen teil.

    Das Aktionsbündnis „Stop Westcastor“ rechnet am heutigen Mittwoch bereits mit dem nächsten Transport. Am Abend sind erneut Proteste geplant. 

     

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