• HO­TEL­PREI­SE IM 100,5-RE­VIER EX­PLO­DIE­REN ZUR REIT-WM

    Die erste Woche der Reit-WM in Aachen ist fast vorbei. Noch bis Sonntag läuft das Großevent in der Soers. Insgesamt werden während der Weltmeisterschaft mehr als eine halbe Million Besucher in Aachen und dem Umland erwartet. Das macht sich vor allem bei den Hotels bemerkbar: Viele Häuser sind stark ausgelastet oder an einzelnen Tagen komplett ausgebucht. Gleichzeitig sind die Preise teilweise deutlich gestiegen.

    Besonders extrem ist der Effekt in Aachen selbst. Ein Beispiel ist das Hampton by Hilton an der Krefelder Straße und damit nur wenige Minuten vom WM-Gelände entfernt. Dort werden während der Weltmeisterschaft für einzelne Nächte Preise von rund 1.000 Euro pro Person aufgerufen. Einen Monat später ist ein Zimmer dort teilweise wieder für weniger als 100 Euro zu bekommen. Auch andere Aachener Hotels verlangen während der WM zum Teil ein Mehrfaches ihrer üblichen Preise.

    Je weiter es vom WM-Gelände weggeht, desto günstiger wird es grundsätzlich. Ganz verschwunden ist der Effekt in der Städteregion aber nicht. Im Hotel de Ville in Eschweiler beispielsweise kostete ein Doppelzimmer vor der WM noch zwischen 76 und 83 Euro. Während der Weltmeisterschaft werden an einzelnen Tagen bis zu 298 Euro verlangt. Auch in Würselen und Stolberg sind die Preise gestiegen. Gleichzeitig melden mehrere Hotels eine hohe Auslastung.

    Im Kreis Düren zeigt sich ein anderes Bild. Zwar profitieren auch dort einige Hotels von zusätzlichen Gästen. Eine vergleichbare Preisexplosion wie in Aachen und Teilen der Städteregion gibt es dort aber nicht flächendeckend. Auch der Effekt auf einzelne Hotels ist unterschiedlich stark.

    Noch geringer ist der Preis-Effekt in Richtung Eifel. Dort sind Unterkünfte teilweise ebenfalls stärker gefragt oder ausgebucht, die Preise wurden aber nicht überall angehoben. Eine eigene Stichprobe auf Buchungsportalen zeigt ebenfalls, dass dort weiterhin vergleichsweise günstige Unterkünfte zu finden sind.

    Der Grund für die Entwicklung ist vor allem die hohe Nachfrage. Hotels in Aachen und der Region profitieren von den vielen Gästen, gleichzeitig werden freie Zimmer knapp. Gerade bei Großveranstaltungen werden die Preise vieler Häuser dynamisch an die Nachfrage angepasst.

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