• MEN­SCHEN­KET­TE SOLL AA­CHEN UND KEL­MIS VER­BIN­DEN

    Von Aachen bis ins belgische Kelmis soll am morgigen Samstag eine rund neun Kilometer lange Menschenkette entstehen. Unter dem Motto „Es brennt!“ wollen die Organisatoren ein Zeichen für Klima- und Umweltschutz setzen. Um 12 Uhr sollen sich die Teilnehmer entlang der gesamten Strecke die Hände reichen.

    Für eine durchgehende Kette rechnen die Organisatoren mit etwa 6.000 bis 7.000 Menschen. Bis Dienstag hatten sich nach ihren Angaben rund 1.500 bis 2.000 Teilnehmer angemeldet. Mitmachen ist aber auch ohne vorherige Anmeldung möglich. Auf der Internetseite esbrennt.ac können Interessierte sehen, in welchen Streckenabschnitten noch Menschen gebraucht werden.

    Die Aachener Organisatoren haben sich bewusst für eine Strecke über die deutsch-belgische Grenze entschieden. Eine Rolle spielen dabei auch die jüngsten Brände im Hürtgenwald und im Hohen Venn. „Wenn wir so grenznah sind, dann müssen wir über die Grenze hinausgehen und uns einmal solidarisch zeigen mit unseren belgischen Freunden und Freundinnen, weil auch das Feuer, auch die Überschwemmung, auch die Hitze vor der Landesgrenze nicht haltmacht“, sagt Anja Ochtmanns aus dem Organisationsteam.

    Um 12 Uhr sollen die Teilnehmer für zehn Minuten schweigend Hand in Hand stehen. Anschließend ist geplant, dass alle ein weißes Blatt Papier als Symbol für einen Neubeginn hochhalten.

    Sollten entlang der Strecke Lücken bleiben, wollen die Organisatoren diese unter anderem mit Schirmen, T-Shirts oder Zollstöcken überbrücken.

    Hinter der Aktion steht eine bundesweite Initiative, die am Tag der Deutschen Einheit Menschenketten in mehreren Städten und Gemeinden plant. In Aachen und Kelmis soll dabei nach Angaben der Organisatoren vor allem das gemeinsame Handeln im Mittelpunkt stehen. „Wir sind nicht gegen irgendwas. Wir sind dafür. Wir sind für mehr Gemeinschaft. Wir sind für Demokratie. Wir sind auch für mehr Umweltschutz“, sagt Ochtmanns.

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