In der Städteregion Aachen sind zum Start des neuen Ausbildungsjahres noch 1.183 Ausbildungsplätze frei. Darauf weist die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten hin und beruft sich auf Zahlen der Arbeitsagentur. Auch in Hotels, Restaurants, der Lebensmittelindustrie und Bäckereien werden noch Auszubildende gesucht.
Nach Angaben der NGG gibt es in Hotels, Restaurants und Gaststätten aktuell noch 45 freie Ausbildungsplätze. Die Lebensmittelindustrie in der Städteregion sucht 20 Auszubildende. In Bäckereien sind noch 54 Ausbildungsplätze frei – sowohl in der Backstube als auch im Verkauf.
„Wer noch keine Ausbildung hat, sollte die nächsten Wochen als Startphase ins Berufsleben nutzen“, sagt Tim Lösch von der NGG Aachen. Viele Betriebe seien flexibel. Eine Ausbildung müsse nicht zwingend am 1. August beginnen, auch im September oder Oktober sei oft noch ein Einstieg möglich.
Lösch rät Jugendlichen, eher auf einen Ausbildungsvertrag als auf Gelegenheitsjobs zu setzen. Wer sich später im Betrieb weiterentwickeln wolle, brauche eine solide Ausbildung als Fundament. Die drei Jahre Ausbildung seien gut investiert.
Gleichzeitig sollten junge Menschen bei der Wahl des Ausbildungsbetriebs genau hinschauen. Wichtig sei zum Beispiel, ob ein Betrieb nach Tarif bezahlt. Außerdem rät die NGG, auf eine Jugend- und Auszubildendenvertretung zu achten. Die könne mit darauf schauen, dass der Ausbildungsplan eingehalten wird und Auszubildende nicht für Aufgaben eingesetzt werden, die wenig mit ihrer Ausbildung zu tun haben.
Als Beispiel nennt Lösch angehende Bäckereifachverkäuferinnen. Sie sollten nicht nur im Hintergrund Brötchen schmieren, sondern auch im Verkauf und an der Kasse eingesetzt werden. Denn zur Ausbildung gehöre auch der kaufmännische Teil.