Mit einer großen Abschlussfeier ist am Sonntagabend die Reit-WM in Aachen zu Ende gegangen. 13 Tage lang war die Soers Mittelpunkt der Pferdesportwelt. Rund eine halbe Million Zuschauer haben die Wettbewerbe in sechs Disziplinen verfolgt. Aachens Oberbürgermeister Michael Ziemons spricht nach dem Großevent von einem „Aachener Sommermärchen“.
Am letzten Veranstaltungstag war es noch einmal spannend - das Finale im Einzel-Springreiten an. Im Teamwettbewerb konnte sich die deutsche Mannschaft die Goldmedaille sichern - im Finale haben aber leider alle deutschen Athleten gepatzt. Gold geht an den Schweizer Steve Guerdat mit Pferd Dynamix - vor dem Belgier Thibeau Spits mit Impress und dem Briten Harry Charles mit Holst Freda.
Trotz des ärgerlichen Finales war die WM für Deutschland ein voller Erfolg. Das deutsche Team hat insgesamt 20 Medaillen gewonnen - siebenmal Gold, fünfmal Silber und achtmal Bronze. Damit hat Deutschland den Medaillenspiegel deutlich angeführt. Bei der Abschlussfeier wurden die neuen Weltmeister und Medaillengewinner noch einmal im vollbesetzten Hauptstadion gefeiert.
Auch der Weltreiterverband FEI zieht eine euphorische Bilanz. „Aachen 2026 hat die extrem hohen Erwartungen noch übertroffen“, sagt FEI-Präsident Ingmar De Vos. Besonders die Kombination aus Weltklasse-Sport, Organisation und der Stimmung auf den Tribünen habe die WM ausgezeichnet. De Vos bezeichnet Aachen 2026 sogar als „Blaupause für moderne FEI World Championships“.
Für ALRV-Präsidentin Stefanie Peters hat die Weltmeisterschaft auch weit über den Sport hinaus funktioniert. Viele Menschen in der Region seien stolz darauf gewesen, Gastgeber zu sein. „Es gibt eine große Identifikation mit dem Event, weshalb die Gäste aus der ganzen Welt ‚Welcome Home‘ wirklich gespürt haben.“ Rund 1.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter – viele davon ehrenamtlich - waren an der Organisation beteiligt.
Mit dem Ende der WM richtet sich der Blick für viele Reiter schon auf das nächste große Ziel. In Aachen hat bereits die Qualifikation für die Olympischen und Paralympischen Spiele 2028 in Los Angeles begonnen. Die Reit-WM war damit nicht nur für Aachen ein außergewöhnliches Großereignis, sondern auch sportlich ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Olympia.