In Kelmis soll ein Baum voller Stofftiere künftig auf sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen. Hinter der Aktion steht der Rat für Zusammenleben in Kelmis. Initiator Uwe Koeberich hat ein ähnliches Projekt bereits 2019 in Eupen umgesetzt.
Der Stofftierbaum soll Mahnmal und Gedenkort sein. Gesammelt werden dafür Stofftiere, die später in einem Baum befestigt werden. „Das Stofftier symbolisiert Geborgenheit“, sagt Koeberich. Wenn die Tiere später durch Wind und Wetter verwittern, gehe dieser Glanz nach und nach verloren.
Kleine Stofftiere sollen zu Girlanden zusammengenäht werden. Größere Tiere werden an Seilen befestigt und so in den Baum gehängt, dass er nicht beschädigt wird. Der Baum soll Menschen im Alltag dazu bringen, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.
Koeberich hofft außerdem, dass der Stofftierbaum Betroffenen zeigen kann, dass sie nicht alleine sind. Wer die Aktion unterstützen möchte, kann bis Mitte September Stofftiere beim Öffentlichen Sozialhilfezentrum in Kelmis abgeben.