Künftig könnten Beschäftigte trotz Krankheit teilweise arbeiten. Die sogenannte Teilkrankschreibung soll bei längerfristigen Krankheiten einen leichteren Wiedereinstieg ermöglichen, gemeint sind damit Fälle in denen mindestens 4 Wochen Krankschreibung zu erwarten sind.
Violetta Steinhausen, Ärztin in Aachen, hält das grundsätzlich für sinnvoll: „Es kann helfen, Patienten nach zwei, drei Wochen für ein paar Stunden wieder zur Arbeit zu schicken.“ Wichtig sei aber, den Einzelfall genau zu prüfen. Denn: „Wenn jemand krank ist, braucht er auch Zeit zur Genesung.“
Aus Sicht von Unternehmen überwiegen die Vorteile. Nicole Geldermann, Inhaberin von Edekasupermärkten in Richterich und Laurensberg sagt: „Ein paar Stündchen bringen uns im Engpass schon weiter.“ Gleichzeitig betont sie, dass etwa bei ansteckenden Krankheiten weiter Vorsicht nötig ist.
Der Alsdorfer HNO-Arzt Ingo Sparrer sieht die Idee ebenfalls positiv, zweifelt aber an der praktischen Umsetzung: „Die Möglichkeit ist gut – wie oft das genutzt wird, ist fraglich.“
Die Bundesregierung will mit dem Modell sowohl Beschäftigte als auch Betriebe entlasten.