Das Unwetter am Montagabend hat in Teilen des 100,5-Reviers für viele Einsätze und Verkehrsprobleme gesorgt. Besonders betroffen waren Aachen, der Raum Erkelenz und der Süden von Mönchengladbach. Meistens ging es um umgestürzte Bäume, abgebrochene Äste und blockierte Straßen.
Die Polizei Aachen zählt 17 wetterbedingte Einsätze. Verletzte wurden dort nicht gemeldet, es blieb bei Sachschäden. Unter anderem ist in Alsdorf ein Gebäude beschädigt worden. In Aachen ist an der Normaluhr ein großer Baum auf die Straße gestürzt und hat auch eine Ampel getroffen. Nach Angaben der Polizei sind inzwischen alle Straßen wieder frei.
Die Feuerwehr Aachen hatte deutlich mehr zu tun. Ab 18:10 Uhr gingen bei der Leitstelle mehrere Dutzend Meldungen ein. Berufsfeuerwehr und Freiwillige Feuerwehr arbeiteten mehr als 50 unwetterbedingte Einsätze ab, weitere offene Einsatzstellen wurden später ebenfalls erledigt. Die Feuerwehr rückte vor allem wegen umgestürzter Bäume, herabgefallener Äste und weiterer Gefahrenstellen aus. Verletzt wurde nach bisherigem Stand niemand.
Auch im Kreis Heinsberg gab es einige wetterbedingte Einsätze, vor allem rund um Erkelenz und Wegberg. In der Nacht mussten auf der K24 zwischen Immendorf und Würm umgestürzte Bäume beseitigt werden. Nach Angaben der Polizei Heinsberg gingen ab etwa 18 Uhr mehrere Meldungen wegen des Wetters ein. Im Kreis Düren gab es laut Polizei keine wetterbedingten Einsätze.
Probleme gab es auch auf den Autobahnen. Auf der A46 zwischen Erkelenz-Süd und Erkelenz-Ost lagen zeitweise große Äste auf der Fahrbahn. Der Verkehr kam dort vorübergehend zum Stillstand.
Stark betroffen war auch der Bahnverkehr. Rund um Aachen gab es Oberleitungsschäden durch Bäume. Dadurch kommt es auch am Dienstagmorgen noch zu Verspätungen, Teilausfällen und Ersatzverkehr. Betroffen sind unter anderem die Linien RE 1, RE 4, RE 9, RE 18, RB 20 und RB 33. Der RE 1 endet und beginnt vorerst in Köln, der RE 4 in Mönchengladbach. Zwischen Aachen und Mönchengladbach fahren Ersatzbusse.
Auch die Strecke zwischen Rheydt-Odenkirchen und Grevenbroich ist nach Angaben der Bahn nicht befahrbar. Dort ist ein Baum in die Oberleitung gestürzt. Betroffen sind der RE 8 und die RB 27. Die Züge enden und beginnen in Rommerskirchen, zwischen Mönchengladbach und Köln ist ein Ersatzverkehr eingerichtet.
In der Nähe von Erkelenz-Mennekrath musste am Montagabend außerdem ein Zug mit 250 Passagieren evakuiert werden. Der Zug konnte wegen Bäumen und Ästen auf der Strecke nicht weiterfahren. Die Feuerwehr brachte die Fahrgäste aus dem Zug und anschließend weiter zum Erkelenzer Bahnhof. Eine Person wurde bei der Evakuierung leicht verletzt.
Auch in Mönchengladbach traf das Unwetter vor allem den Süden der Stadt. Dort stürzten Bäume um, Äste fielen auf Straßen, Autos und in Gärten. Besonders betroffen waren unter anderem Odenkirchen, Wickrath, Wanlo, Güdderath und Herrath. Die Feuerwehr Mönchengladbach sprach in der Nacht von einem schweren Unwetter mit Starkregen und teils stürmischen Böen. Rund 170 Einsatzkräfte waren dort bis kurz nach Mitternacht im Einsatz.
Die Feuerwehren bitten weiter darum, auch nach dem Unwetter vorsichtig zu bleiben. Bereiche mit beschädigten Bäumen oder herabhängenden Ästen sollten gemieden werden.