Ein weiterer Castor-Transport mit Atommüll aus Jülich hat in der Nacht das Zwischenlager in Ahaus erreicht. Der vierte von insgesamt 152 Behältern wurde laut Polizei ohne Zwischenfälle transportiert. Während des Transports kam es erneut zu Sperrungen auf Autobahnen in NRW.
Nach Angaben der Polizei wurde der Castor-Behälter in einem Konvoi mit zahlreichen Fahrzeugen über Autobahnen nach Ahaus gebracht. Für die rund 170 Kilometer lange Strecke wurden demnach etwa vier Stunden benötigt. Die Polizei sicherte den Transport erneut mit einem Großaufgebot ab. Schätzungsweise rund 1.000 Beamte waren laut Polizei entlang der Strecke sowie an den Start- und Zielorten im Einsatz. Aus Sicherheitsgründen hatten die Behörden den Termin sowie die genaue Route und mögliche Alternativstrecken im Vorfeld nicht bekanntgegeben. Während des Transports wurden Autobahnabschnitte gesperrt.
Auch diesmal gab es Protestaktionen gegen den Transport. In der Vergangenheit hatten Menschen in Jülich und Ahaus gegen die Verlagerung des hochradioaktiven Atommülls demonstriert.
Insgesamt sollen 152 Castor-Behälter aus dem ehemaligen Forschungsreaktor in Jülich nach Ahaus gebracht werden. Laut Angaben handelt es sich dabei um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten.