• WERK­STATT­TA­GE IN DER JVA HEINS­BERG: BE­TRIE­BE TREF­FEN AUF PO­TEN­ZI­EL­LE FACH­KRÄF­TE

    Hinter Gittern an die Zukunft denken – genau darum geht es aktuell in der Justizvollzugsanstalt Heinsberg. Bei den sogenannten Werkstatttagen öffnet die JVA ihre Türen für Handwerksbetriebe aus der Region. Sie können sich vor Ort anschauen, wie Ausbildung in der Anstalt funktioniert – und dabei auch mögliche zukünftige Mitarbeiter kennenlernen.

    „Die Werkstatttage dienen im Prinzip dem Kennenlernen von Firmen oder von Handwerksbetrieben, die von außerhalb in die Anstalt reinkommen“, sagt JVA-Leiter Jochen Käbisch. Ziel sei es, einen Eindruck davon zu vermitteln, welche Fähigkeiten sich die Gefangenen während ihrer Zeit aneignen – und gleichzeitig Kontakte für die Zeit nach der Haft zu knüpfen.

    Denn in der JVA wird nicht nur gearbeitet, sondern auch ausgebildet. In verschiedenen handwerklichen Bereichen können Gefangene Qualifikationen erwerben, die sich später auf dem Arbeitsmarkt nutzen lassen. „Man kann bei uns einige Vollausbildungen machen, also Maurer, Fachkraft für Metalltechnik oder Industriemechaniker, aber auch Berufe wie in der Schreinerei“, so Käbisch.

    Die Werkstatttage sind Teil eines größeren Konzepts, das den Übergang zurück in den Alltag erleichtern soll. Für Betriebe bietet sich die Möglichkeit, frühzeitig Kontakt zu potenziellen Fachkräften aufzubauen. Für die Gefangenen kann das ein wichtiger Schritt sein, um nach der Entlassung wieder Fuß im Berufsleben zu fassen.

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