In der Nacht auf Donnerstag ist wieder ein Castortransport von Jülich im Zwischenlager Ahaus angekommen. Nach Angaben des Aktionsbündnisses „Stop Westcastor“ erreichte der zwölfte von insgesamt 152 Behältern gegen 1:45 Uhr sein Ziel.
Der Transport war am Mittwochabend gegen 22:45 Uhr am Forschungszentrum Jülich gestartet. Zuvor hatte es dort Proteste gegen den Atommülltransport gegeben. Ein Aktivist hatte sich nach Angaben des Bündnisses auf die Transportstrecke gesetzt und wurde später von der Polizei von der Straße getragen.
Auch in Ahaus begleiteten Atomkraftgegner den Transport mit einer Mahnwache. Gegen 1:40 Uhr passierte der Konvoi diese Mahnwache, wenige Minuten später erreichte der Castorbehälter das Zwischenlager.
Die Strecke führte wie bei den vorherigen Transporten unter anderem über das Kreuz Holz, weiter auf die A46, später über das Dreieck Bottrop und die A31 Richtung Ahaus. Der Begleithubschrauber hatte die Strecke nach Angaben des Aktionsbündnisses vorher kontrolliert.
Die Anti-Atom-Initiativen in Jülich und Ahaus kritisieren die Transporte weiter als unnötig und gefährlich. Sie fordern stattdessen den Neubau einer sicheren Zwischenlagerhalle in Jülich. Aus ihrer Sicht kann der Atommüll auch in Ahaus nicht dauerhaft bleiben. Die Lagergenehmigung dort läuft 2036 aus.