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Björn Jansen kandidiert als Präsident von Alemannia Aachen

Der Aachener SPD-Politiker Björn Jansen möchte sich bei der Jahreshauptversammlung im Juni diesen Jahres zum Präsident von Alemannia Aachen wählen lassen. Sein oberstes Ziel ist eine bessere Kommunikation und Darstellung des Vereins nach außen.

Der amtierende Präsident Andreas Görtges soll Vizepräsident werden.

Björn Jansen war bereits vor einigen Jahren Schatzmeister der Alemannia. 2021 ist er aus dem Amt ausgeschieden. Die Liebe zur Alemannia hat er dennoch nicht verloren. Seit 20 Jahren ist er Mitglied und bei den Heimspielen regelmäßig dabei. Der Geschäftsführer der Carolus Thermen und Vorsitzende des Stadtsportbundes Aachen wurde von seinem Team zur Kandidatur gedrängt: „Ich wurde ein bisschen erpresst. Sie haben gesagt: Wir machen mit, wenn Du an der Spitze stehst. Zusammen übernehmen wir jetzt Verantwortung”, erklärt Jansen seine Kandidatur mit einem Lächeln.

Ein siebenköpfiges Team hat Jansen zusammengestellt. Neben dem ehemaligen Torhüter Christian Schmidt ist auch der amtierende Präsident Andreas Görtges dabei. Er soll Vizepräsident werden. Als Team wollen sie schon in den ersten Wochen einer möglichen Amtszeit für eine bessere Kommunikation nach außen sorgen. „Die Kommunikation wird nicht über private Kanäle wie Facebook laufen. Dazu gibt es unsere hauptamtlichen Mitarbeiter. Dass hier jeder für den Verein spricht und schreibt, wird es nicht mehr geben. Niemand von uns im Team hat eine Profilneurose”, kündigt Jansen an. Dazu zählt er auch die interne Kommunikation und den Austausch mit den Fans. Dieser soll auf „Augenhöhe” stattfinden.

In Zukunft soll der sportliche Erfolg der Alemannia im Vordergrund stehen. Hintergrundgeräusche soll es keine mehr geben, um Aachen langfristig im bezahlten Profifußball zu etablieren. „Unsere größte Aufgabe ist es, Ruhe in den Verein zu bringen. Es zählt nur auf dem Platz. Die drei Punkte sind wichtig und nicht das, was hinter den Kulissen passiert”, sagt Jansen. Dafür ist es auch wichtig, sich weiter klar von rechten Tendenzen abzugrenzen: „Wir haben eine Verantwortung für unsere Mitglieder und unsere Fans darüber hinaus. Da müssen wir uns klar positionieren und entsprechend auch abgrenzen.”

Dazu spielt für Björn Jansen auch die wirtschaftliche Situation der Alemannia eine zentrale Rolle: „Die wirtschaftliche Stabilität ist ganz wichtig. Eine weitere Insolvenz würde Alemannia nicht überleben. Gerade steht der Verein auf gesunden Füßen. Darauf wollen wir aufbauen.” Als größter Sportverein in der Region soll die soziale Verantwortung der Alemannia unter einem Präsidenten Björn Jansen weiter wachsen. Eine stärkere Kooperation mit Schulen, sozialen Einrichtungen und anderen Sportvereinen aus der Region sollen dazu beitragen.

Bis zum Ende der nächsten Woche können Bewerbungen um das Präsidentenamt eingereicht werden. Die Jahreshauptversammlung findet am 14. Juni 2025 im Tivoli statt.

 

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