Fall um getöteten Gino aus Kerkrade vor Gericht
Ein Vorfall, der das gesamte 100,5 Revier geschockt hat: Vor zwei Jahren ist der neunjährige Gino aus Kerkrade entführt und umgebracht worden. Seit Anfang der Woche läuft der Prozess gegen den Verdächtigen.
Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch eine Freiheitsstrafe von 28 Jahren und TBS mit Zwangsbehandlung gegen den Angeklagten gefordert.
Direkt zu Beginn des Verfahrens hat der Verdächtige, Donny M., sein Geständnis abgelegt. Er war nach eigenen Angaben in Kerkrade unterwegs, weil er zu einem Bekannten wollte, der M. noch Geld schuldete. Auf dem Weg ist ihm dann Gino aufgefallen. Zuerst war der Junge noch mit einem Erwachsenen unterwegs, später hat er dann mit Gleichaltrigen in Kerkrade Fußball gespielt. Donny M. ist daraufhin aus seinem Auto ausgestiegen und hat mitgespielt, um das Vertrauen von Gino zu gewinnen. Später wollte er Gino nach Hause fahren, hat ihn aber stattdessen entführt und zu sich selbst nach Hause nach Geleen gebracht. Dort hat M. ihm zuerst eine Ecstasy-Tablette gegeben und ihn danach missbraucht und mit einem Kissen erstickt.
In Müllsäcke eingewickelt hat M. Gino in ein anderes Haus, rund 100 Meter entfernt von seinem, gebracht. Dort hat die Polizei ihn dann gefunden. M. wollte die Leiche wohl zuerst noch verbrennen, hatte das nötige Benzin schon gekauft. Er hat aber ausgesagt, dass er das nicht übers Herz gebracht hat.
Der Verdächtige ist vorbestraft, Verhaltensexperten hatten auch festgestellt, dass er an psychischen Störungen leidet. Ende der Woche soll es ein Urteil geben.
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