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Mehr Angriffe auf Polizeibeamte

Die Zahl der Angriffe auf Polizeibeamte ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Auch in der Städteregion Aachen ist diese Entwicklung klar erkennbar.

Das zeigen aktuelle Auswertungen der Polizei.

Nach Angaben der Polizei Aachen sind im vergangenen Jahr mindestens 600 Polizeibeamte bei Einsätzen geschädigt worden. Damit lag die Zahl deutlich über dem Vorjahreswert und rund zwei Drittel über dem Niveau von 2020. Erfasst wurde dabei nicht die Anzahl einzelner Straftaten, sondern die Zahl der Polizeivollzugsbeamten, die als Geschädigte im Zusammenhang mit Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte oder tätlichen Angriffen registriert worden sind.

Der regionale Trend entspricht dem bundesweiten Bild. Nach Angaben des Bundeskriminalamt wurden 2024 deutschlandweit mehr als 46.000 Gewalttaten gegen Polizeibeamte erfasst. Das entspricht einem Anstieg von rund 67 Prozent im Vergleich zu 2015. Für das Jahr 2025 liegen bundesweit bislang noch keine vollständigen Zahlen vor.

Innerhalb des 100,5-Reviers zeigt sich jedoch kein einheitliches Bild. Im Kreis Heinsberg ist ein Rückgang verzeichnet worden. Bis zum dritten Quartal 2025 wurden dort 49 Fälle von Widerstand oder tätlichen Angriffen registriert, im gleichen Zeitraum des Vorjahres waren es mehr als doppelt so viele. Auch in Mönchengladbach ist zuletzt keine deutliche Zunahme festgestellt worden.

Im Kreis Düren ist die Zahl der Angriffe auf Polizeikräfte von 2023 auf 2024 gestiegen. In 2023 waren es insgesamt 77 Fälle im Deliktsbereich Widerstand gegen und tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte. 2024 waren es 109 Fälle. Die Daten für das Jahr 2025 werden vermutlich im Laufe des Frühjahrs veröffentlicht, heißt es in einer Antwort der Polizei. Im überwiegenden Teil der Einsätze erlebe die Polizei im Kreis Düren weiterhin einen respektvollen und kooperativen Umgang mit den Bürgern. Im Einsatzalltag würden die Polizisten aber auch immer wieder auf Situationen treffen, in denen die Stimmung angespannt ist. Unter anderem bei Konflikten, Notfällen oder emotional stark belastenden Situationen würde es vereinzelt zu aggressivem oder ablehnendem Verhalten kommen. Die Polizei im Kreis Düren sieht beispielsweise psychische Erkrankungen und den Einfluss von Alkohol oder Drogen als Auslöser für Übergriffe oder Widerstand gegen Einsatzkräfte. Solche Faktoren können dafür sorgen, dass Situationen eskalieren. Pauschale Ursachen oder eine generelle Ablehnung gegenüber Einsatzkräften lasse sich daraus aus Sicht der Dürener Polizei aber nicht ableiten.

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