Studierende entwickeln Konzept für Notschlafstelle in der Beginenstraße
Wie kann die ehemalige Förderschule in der Beginenstraße künftig als Notschlafstelle und Tagesaufenthalt genutzt werden? Mit dieser Frage haben sich Studierende der RWTH Aachen zwei Semester lang beschäftigt – gemeinsam mit der Stadtverwaltung und wohnungslosen Menschen.
Jetzt liegen konkrete Entwürfe und erste Prototypen vor.
Die Studierenden des Lehrstuhls für Wohnbau und Grundlagen des Entwerfens der RWTH haben in enger Abstimmung mit dem städtischen Gebäudemanagement sowie dem Fachbereich Wohnen, Soziales und Integration ein Gesamtkonzept entwickelt. Demnach könnte die Notschlafstelle im Erweiterungsbau der ehemaligen Förderschule untergebracht werden, während ein Kontaktcafé im früheren Sanitärgebäude im Innenhof entstehen soll. Diese Trennung würde zusätzliche Schlafplätze ermöglichen und zugleich einen teilöffentlichen Begegnungsraum mit hoher Aufenthaltsqualität schaffen. Hintergrund ist, dass die derzeitige Unterkunft in der Reumontstraße nur noch für einige Jahre genutzt werden kann und langfristig Ersatz benötigt wird.
Ein zentrales Element des Projekts war die Beteiligung von wohnungslosen Menschen. In einem partizipativen Prozess wurden ihre Bedürfnisse erfasst und in die Planung einbezogen. So entstand unter anderem der Wunsch nach Zwei-Bett-Zimmern, die sich im Bestandsgebäude umsetzen lassen. Die Zimmer sollen auf mehrere Etagen verteilt werden, mit getrennten Bereichen für Männer und Frauen sowie barrierefreien Plätzen im Erdgeschoss. Drei unterschiedlich ausgestattete Prototypen wurden inzwischen im Gebäude aufgebaut – von einer minimalistischen Variante bis zu einer Lösung mit abgetrennten Schlafbereichen, Stauraum und Sitzmöglichkeiten. Die Ergebnisse sollen nun in die weiteren Planungen der Stadt einfließen.
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