Arbeitsmarkt 2025: Mehr Beschäftigung, aber wachsende Herausforderungen
Der Arbeitsmarkt im Agenturbezirk Aachen-Düren zeigt 2025 ein gemischtes Bild. Während die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten weiter leicht steigt, hat die Arbeitslosigkeit im Jahresdurchschnitt zugenommen.
Gleichzeitig bleibt der Stellenmarkt angespannt.
Im Jahresdurchschnitt waren im Agenturbezirk Aachen-Düren 44.674 Menschen arbeitslos gemeldet, das sind gut fünf Prozent mehr als im Vorjahr. Der Anstieg zeigt sich sowohl in der Arbeitslosenversicherung als auch in der Grundsicherung. In der Städteregion Aachen stieg die Zahl der Arbeitslosen auf 24.645 Personen, im Kreis Düren auf 11.324 und im Kreis Heinsberg auf 8.705. Nach Angaben der Agentur für Arbeit Aachen-Düren gehören rund zwei Drittel der Arbeitslosen dem Bereich der Grundsicherung an, in dem häufig mehrere Vermittlungshemmnisse gleichzeitig bestehen.
Gleichzeitig ist die Beschäftigung weiter gewachsen. Zum Stichtag März 2025 waren rund 397.000 Menschen sozialversicherungspflichtig beschäftigt, deutlich mehr als noch vor fünf Jahren. Das Wachstum hat sich zuletzt jedoch abgeschwächt und wird vor allem durch Teilzeitstellen getragen, während die Zahl der Vollzeitbeschäftigten zurückgeht. Das Arbeitsvolumen wächst damit langsamer als die Beschäftigung insgesamt.
Der Stellenmarkt bleibt unterdessen auf niedrigem Niveau stabil. Im Jahr 2025 wurden gut 16.500 neue Stellen gemeldet, etwas mehr als im Vorjahr, aber deutlich weniger als noch 2022. Viele offene Stellen richten sich an Fachkräfte, während ein großer Teil der arbeitslos gemeldeten Menschen Tätigkeiten auf Helferniveau sucht. Besonders kleine Betriebe reagieren laut Arbeitsagentur sensibel auf wirtschaftliche Unsicherheiten und halten sich bei Neueinstellungen zurück, was den regionalen Arbeitsmarkt zusätzlich bremst.
Der Beschäftigungszuwachs wurde 2025 ausschließlich durch ausländische Arbeitskräfte getragen. Gleichzeitig zeigt sich ein deutlicher Strukturwandel: Beschäftigung geht im verarbeitenden Gewerbe und in industrienahen Bereichen zurück, während soziale, pflegerische sowie Bildungsberufe weiter zulegen. Die Arbeitsagentur sieht darin zentrale Herausforderungen für die kommenden Jahre und betont die Bedeutung von Qualifizierung, passgenauer Vermittlung und enger Begleitung arbeitsloser Menschen.
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