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Flutkatastrophe - Aufräumarbeiten laufen

Viele Gebiete im 100,5 Revier sind stark vom Hochwasser betroffen.
Aktuell laufen die Aufräumarbeiten, hier der aktuelle Stand (09.58 Uhr) in den verschiedenen Orten:

 

  • Wahrscheinlich Mitte der Woche soll in Eschweiler wieder trinkbares Wasser aus den Leitungen kommen, das hat die Bürgermeisterin, Nadine Leonhardt mitgeteilt.
    In vielen Stadtteilen käme zur Zeit nur Brauchwasser aus den Leitungen, das ist KEIN Trinkwasser.
    Für Betroffene gibt es in Eschweiler mehrere Wasserstellen.
    Sogenanntes Brauchwasser sollte zwar nicht getrunken werden, zum Waschen oder Putzen etwa kann es aber verwendet werden.

  • Drei Verdächtige, die das Unwetter genutzt haben sollen, um in Eschweiler Häuser zu pläundern, sitzen in Untersuchungshaft.
    Das hat Ministerpräsindet Laschet mitgeteilt.
    Er sagt, es mache ihn wütend, wenn er höre, dass gerade jetzt Menschen in ihre verwüsteten Häuser zurückkehren und feststellen, dass Plünderer das Wenige gestohlen haben, was ihnen noch geblieben ist.

 

  • In Stolberg gehen heute die Aufräumarbeiten nach der Flutkatastrophe weiter.
    Noch immer sind viele Haushalte ohne Strom, besonders die, die am Vichtbach liegen.
    Der Netzbetreiber Regionetz will ab heute morgen weiter von Tür zu Tür gehen und die Hausanschlüsse prüfen. Wenn die trocken sind, kann der Strom wieder angestellt werden.
    Wie schnell alle Stolberger Haushalte wieder mit Strom versorgt sind, ist nicht klar. Auch in Stolberg haben noch nicht alle Haushalte wieder trinkbares Leitungswasser.

 

  • In Kornelimünster sind die Aufräumarbeiten ebenfalls fortgeschritten. Die meisten Häuser in der Altstadt haben zumindest im Obergeschoss wieder Strom, die Regionetz überprüft auch hier die Anschlüsse. Sie warnt davor, selbst den Strom wieder einzuschalten - da bestehe Lebensgefahr.
    Schon gestern hatten viele Helferinnen und Helfer tonnenweise Sperrmüll von den Straßen geschafft. Auch Gutachter waren schon im Einsatz, um den tatsächlichen Schaden festzustellen.

 

  • In Ophoven in Wassenberg wird weiter das Wasser nach den Überschwemmungen abgepumpt.
    Die Kanalisation funktioniert wieder und kann Wasser aufnehmen.
    Jetzt müssen die Energieversorgung und besonders die Öltanks in den Kellern überprüft werden.
    Auch in Wassenberg-Ohe gibt es wieder Strom, wie groß der Schaden insgesamt ist, ist noch nicht bekannt.
    Der Bürgermeister von Ophoven gibt den niederländischen Nachbargemeinden aber keine Schuld.
    Der Deich in Ophoven sei gebrochen, weil er durchfeuchtet
    gewesen sei, und nicht, weil die Schleuse im Nachbarland geschlossen worden sei.
    Die Niederlande hatten deine Bitte abgelehnt, die Schleuse der Rur in Roermond wieder zu öffnen.
    Nach Berechnungen des niederländischen Deichverbands Limburg hat das aber nicht zu der Überschwemmung in Ophoven geführt.

 

  • Die Stadt Eupen hat noch deutlich mit den Folgen des schweren Unwetters zu kämpfen. Die Unterstadt ist stark betroffen, noch immer muss aufgeräumt werden.
    Damit Sperrmüll entsorgt werden kann, haben in Belgien die Containerparks heute - trotz Ruhetag - geöffnet. Wer nicht vom Unwetter betroffen ist, solle bitte keine Grünabfälle vorbeibringen.
    Das Wetzlarbad ist noch nicht geräumt worden, die Rohre wurden beschädigt, sodass immer wieder Wasser in den Keller des Bades fließt.
    Chemikalien sind keine ausgetreten, so die Eupener Feuerwehr.
    Bei den Fluten sind in den Provinzen Lüttich, Luxemburg und Namur mindestens 31 Menschen gestorben, 163 werden vermisst.

 

  • Die Steinbachtalsperre bei Euskirchen hält! Zu dem Ergebnis kommen die Experten, die seit heute morgen beraten haben. Der Rhein-Sieg-Kreis spricht von einem "unkritischen Wasserstand", den die Talsperre erreicht hat. Die Evakuierung in Swisttal und Rheinbach wird damit aufgehoben und die Anwohner können zurück in ihre Häuser.
  • Bundesinnenminister Seehofer will sich einen Überblick über die Lage in NRW verschaffen.
    Er will unter anderem zur Steinbachtalsperre bei Euskirchen reisen.
    Die drohte zu brechen.

 

  • Das starke Unwetter der letzten Woche macht der Bahn auch heute noch zu schaffen.
    Immer noch sind Züge verspätet oder fallen ganz aus.
    Die Bahn spricht von mehr als 600 Kilometern Schienennetz, die beschädigt sind.
    Die Regionalbahn 20 fährt nicht weiter als Eschweiler. Die RB 33 zwischen Geilenkirchen und Heinsberg fällt ersatzlos aus, laut Bahn stehen auch keine Busse zur Verfügung.
    Wer auf die Bahn angewiesen ist, solle kurz vor der Fahrt nochmal die Verbindung prüfen.

 

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