Französischer Bankräuber für Großeinsatz der Polizei verantwortlich
Aufregung am Donnerstagmorgen in Eupen: Dort kam es zu einem großen Polizeieinsatz.
Dabei hat die Polizei einen französischen Bankräuber festgenommen.
Das französische Innenministerium erklärte am Donnerstagvormittag, dass der gesuchte Bankräuber Antonio Ferrara in Belgien festgenommen wurde. Er war Teil einer neunköpfigen Bande, die einen Überfall auf ein Werttransportunternehmen in Bochum geplant hatte. Das hat das Landeskriminalamt in NRW am Donnerstagnachmittag veröffentlicht. Die Polizei konnte die Bande überraschen und somit einen Überfall in Millionenhöhe verhindern.
Es kam daraufhin zur Verfolgungsjagd, die in Eupen ihr Ende fand. Im Bereich Hochstraße, Herbesthaler Straße und Rotenberg konnte die Polizei die Täter stellen. Es soll wohl mehreren Medienberichten zufolge auch zu einem Schusswechsel gekommen sein, wobei ein Polizist und ein mutmaßlicher Täter verletzt wurden. Wegen des Einsatzes musste unter anderem der Altweiberzug in Eupen um eine Stunde nach hinten verschoben werden, außerdem wurde die Route leicht geändert.
Die Bande rund um Ferrera gilt als hochgefährlich und extrem gewalttätig. Zum festgenommenen Serienräuber sagt das französische Innenministerium:
„Antonio Ferrara, eine Figur aus der organisierten Kriminalität, wurde in Belgien im Rahmen einer französischen Untersuchung unter der Leitung der spezialisierten interregionalen Justiz festgenommen. Aufgrund seiner zweimaligen Gefängnisausbrüche erhielt er den Spitznamen ‚König der Schönheit‘. Im Juli 2022 wurde er nach Verbüßung seiner Haftstrafe aus dem Gefängnis von Réau (Seine-et-Marne) entlassen.“
Geboren am 12. Oktober 1973 im Süden Italiens und mit seiner Familie in Choisy-le-Roi (Val-de-Marne) ansässig, wurde Antonio Ferrara wegen Raubüberfällen und versuchten Mordes sowie aufgrund seiner zwei Gefängnisausbrüche verurteilt. In drei Fällen von Überfällen auf Geldtransporter im Jahr 2009 sowie einem Postamt im Jahr 2012 wurde er jedoch freigesprochen. Antonio Ferrara floh erstmals 1998 aus dem Gefängnis von Fleury-Mérogis (Essonne), als er für eine Verlegung ins Krankenhaus transportiert wurde, und blieb anschließend bis 2002 auf der Flucht. Am 12. März 2003 brach er mit Hilfe von Komplizen, die als Polizisten verkleidet waren, aus dem Gefängnis von Fresnes (Val-de-Marne) aus. Diese griffen die Haftanstalt mit Panzerfäusten an. Vier Monate später wurde er erneut gefasst.
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