Großer Protest in Lützerath
Klimaschutzbewegungen wie Greenpeace und Fridays for Future rufen am Nachmittag zu einer großen Demonstration auf. Ihr Ziel: der Erhalt des Dorfes Lützerath.
Das soll für den Tagebau Garzweiler abgebaggert werden. Rund 3000 Demonstranten werden erwartet.
Rein rechtlich darf Tagebau Betreiber RWE das Dorf räumen lassen und dann abbaggern. Das hat ein Gericht vor kurzem entschieden, von der NRW-Landesregierung hat der Konzern ohnehin Rückendeckung bekommen.
Aktivisten wollen das verhindern, sie kündigen an, die Leerstehenden Häuser besetzen und Barrikaden errichten zu wollen.
Bei der Kundgebung am Rand des Braunkohletagebaus wird auch der letzte Landwirt am Ort, Eckardt Heukamp, erwartet. Er hatte vor kurzem nach einem verlorenen Gerichtsprozess Hof und Grundstück an RWE verkauft. Zuvor hatte das Oberverwaltungsgericht Münster entschieden, dass RWE das Grundstück des Landwirts am Braunkohletagebau Garzweiler abbaggern und dafür Vorbereitungsmaßnahmen treffen darf.
In Lützerath leben seit etwa einem Jahr mehrere Dutzend
Klimaaktivisten, zum Teil in Baumhäusern, die wie ein Ausguck in Richtung Tagebau gerichtet sind. Sie wollen verhindern, dass der Ort für die darunter liegende Braunkohle abgebaggert wird. Für «Lützi» wollen sie an den Erfolg beim Erhalt des Hambacher Waldes anknüpfen. Seitdem feststeht, dass «Hambi» bleibt, ist es dort still geworden.
Die Polizei in Aachen erklärte, sie gehe von einem friedlichen
Verlauf der Kundgebung aus und wolle deeskalierend vor Ort sein. «Wir begrüßen den friedlichen und bunten Protest», sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei stehe für Dialog und Transparenz. Straftaten würden konsequent verfolgt.
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