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Karlspreisträger 2026 ist Mario Draghi

Am Samstag haben Armin Laschet, Vorsitzender des Karlspreisdirektoriums, und Dr. Michael Ziemons, Aachens Oberbürgermeister, den Karlspreisträger 2026 bekannt gegeben: Mario Draghi wird mit dem wohl wichtigsten Preis für Verdienste um die europäische Einigung ausgezeichnet.

Die Verleihung findet am 14. Mai im Aachener Rathaus statt.

Draghi war unter anderem Präsident der Europäischen Zentralbank und italienischer Ministerpräsident. Er habe Großes für Europa geleistet, so das Karlspreisdirektorium. In einer Mitteilung der Stadt Aachen und des Internationalen Karlspreises zu Aachen heißt es, dass Draghis herausragendes Lebenswerk, sein entscheidender Beitrag zur Stabilisierung der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion und seine Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit Europas gewürdigt werden. Bei diesen Impulsen geht es vor allem um den „Draghi-Report“. Der 2024 von Draghi veröffentlichte Report macht darauf aufmerksam, dass die europäische Wettbewerbsfähigkeit gestärkt werden muss. Die Europäische Union müsste dringend innovativer werden, wenn sie nicht den Anschluss etwa an die USA und China verlieren will. Das Karlspreisdirektorium schließt sich der Einschätzung an und schreibt der Mitteilung von einer dramatischen geopolitischen Lage. Europa kann seine Handlungsfähigkeit demnach nur sichern, wenn es wettbewerbsfähiger wird. Mario Draghi verkörpere wie kein anderer den Willen, diese wirtschaftliche Stärke zu sichern und Europa handlungsfähig zu machen. Weiter heißt es in der Begründung des Direktoriums: „Seine Führungsstärke zeigte sich bei der Rettung des Euro mit seinem berühmten Versprechen ‚Whatever it takes‘, bei der Stabilisierung Italiens während der Pandemie und nun mit der Formulierung einer Zukunftsagenda für den gesamten Kontinent. Er hat bewiesen, dass er bereit ist, auch gegen Widerstände mutige Entscheidungen für das Gemeinwohl zu treffen. Die Auszeichnung ist daher weit mehr als eine Würdigung vergangener Verdienste. Sie ist ein unmissverständlicher Weckruf an die politischen Entscheidungsträger des Kontinents. Die Verleihung an Mario Draghi unterstreicht die existenzielle Notwendigkeit, Europas wirtschaftliche Basis dringend zu erneuern. Das Direktorium verbindet die Ehrung mit der klaren Forderung an die Europäische Kommission und die Staats- und Regierungschefs, die im Draghi-Report skizzierte Zukunftsagenda jetzt entschlossen umzusetzen, um Europas Platz in der Welt für kommende Generationen zu sichern.“

Armin Laschet sagt laut der Mitteilung: „Mario Draghi gehört zu denen, die für ein handlungsfähiges Europa kämpfen. Er ist Visionär und Pragmatiker. Draghi steht für ein handlungsfähiges Europa. Die Welt wartet nicht darauf, ob sich Europa sortiert hat. Jetzt müssen die EU-Kommission und die Regierungschefs den Draghi-Bericht zur Wettbewerbsfähigkeit umsetzen. Unverzüglich.“ Ähnlich äußert sich auch Dr. Michael Ziemons in der Mitteilung: „Draghi ermutigt zur intensiveren Zusammenarbeit zwischen den EU-Mitgliedstaaten in Politik und Wirtschaft. Nicht allein die militärische Zusammenarbeit ist wichtig, um autonomer und souveräner zu handeln in der sich verändernden Welt. Europa braucht insgesamt mehr Zusammenhalt und wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit.“

Der Internationale Karlspreis zu Aachen gilt als einer der bedeutendsten europäischen Preise. Seit 1950 wird er an Personen und Institutionen verliehen, die sich um die Einigung Europas verdient gemacht haben.

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