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Social Media-Verbot für Minderjährige - Diskussionen auch im 100,5-Revier

Im Streit um strengere Regeln für Social Media bei Kindern und Jugendlichen wird auch bei uns im 100,5-Revier diskutiert. Mehrere Länder - auch in Europa - prüfen derzeit, ob es ein generelles Nutzungsverbot für Minderjährige geben soll.

Hintergrund sind Sorgen um die psychische Gesundheit, zunehmenden Online-Druck und die Gefahr von Abhängigkeiten.

Medienexpertin Lara Langfort-Riepe vom Euregionalen Medienzentrum warnt im 100,5-Interview allerdings davor, solche Verbote vorschnell zu verhängen. Sie sagt, viele Probleme ließen sich bereits lösen, wenn die bestehenden Altersbeschränkungen eingehalten würden: „Viele Plattformen haben eine Altersbeschränkung von 13 Jahren oder höher. Wenn diese Zulassungsbeschränkung Bestand hat, würden sich diese Kinder gar nicht auf den Plattformen tummeln.“

Ein komplettes Social-Media-Verbot hält sie für wenig zielführend. „Ein Social-Media-Verbot für Jugendliche halte ich aus unterschiedlichen Gründen für schwierig, weil viele Jugendliche dann meist andere Wege finden, um diese Verbote zu umgehen“, sagt sie. Sinnvoller sei es, jungen Menschen beizubringen, wie sie mit Risiken wie Fake News, Cybermobbing oder Werbung umgehen können. Nur so könnten Jugendliche lernen, ihre Mediennutzung selbst zu regulieren.

Auch Zuhause brauche es klare Regeln. „Wir müssen Medienkompetenz vermitteln. Das heißt auch, dass in den Elternhäusern klare Regeln aufgestellt werden“, sagt Langfort-Riepe. Wichtig sei außerdem, Jugendlichen zu erklären, wie Social Media funktioniert - und warum das digitale Leben schnell Druck erzeugen kann: „Soziale Medien verleiten dazu, ein digitales Ich zu kreieren. Das kann im ungünstigsten Fall zu Identitätsproblemen führen.“

Ein pauschales Verbot sieht die Medienexpertin also skeptisch - wichtiger seien altersgerechte Einstellungen, Aufklärung und verlässliche Begleitung durch Elternhaus, Schule und Politik.

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