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IT-Ausfall legt große Teile des 100,5-Reviers lahm

Nach dem Stromausfall im Rechenzentrum der regio IT sind weiterhin zahlreiche Einrichtungen im 100,5-Revier nicht erreichbar. Betroffen sind die Stadt Aachen, die Städteregion Aachen, die Kreise Heinsberg und Düren – inzwischen auch die ASEAG sowie das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen.

Online-Dienstleistungen und viele digitale Angebote stehen derzeit nicht zur Verfügung.

Ausgelöst wurde der Ausfall am Montagabend gegen 19:30 Uhr durch einen technischen Defekt in einem Rechenzentrum in Aachen. In der Folge kam es zu einer Kette von Störungen, mehrere Hardware-Komponenten mussten ausgetauscht werden. Die Systeme werden seitdem schrittweise wieder hochgefahren, ein Ende der Störung ist weiterhin nicht absehbar. Ein Krisenstab bei der Stadt Aachen ist im Einsatz, die Verantwortlichen stehen nach eigenen Angaben in engem Austausch mit dem IT-Dienstleister.

Bei der Städteregion Aachen sowie in den Kreisen Heinsberg und Düren können online keine Verwaltungsdienstleistungen erbracht werden. Teilweise sind Verwaltungen telefonisch erreichbar, Serviceportale und E-Mail-Adressen stehen jedoch nicht oder nur eingeschränkt zur Verfügung. Auch die ASEAG meldet eine IT-Störung: Das Unternehmen ist telefonisch nicht erreichbar, Echtzeitdaten an Haltestellen und in Apps fehlen, Ticketverkäufe in Kundencentern und Vorverkaufsstellen sind nicht möglich.

In Eupen ist zudem das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft betroffen. Internetseiten und Telefonanlagen funktionieren derzeit nicht. Nach Angaben des Generalsekretärs wird mit Hochdruck an einer Lösung gearbeitet, ein Hackerangriff gilt nach aktuellem Stand als unwahrscheinlich. Vor Ort sind Mitarbeitende jedoch weiterhin ansprechbar.

Nicht betroffen ist die Leitstelle der Feuerwehr. Der Notruf 112 ist weiterhin erreichbar.

Update am Dienstagnachmittag: Weiterhin bestehen viele Probleme nach dem Stromausfall bei dem IT-Dienstleister regioIT. Das Unternehmen arbeitet an der Behebung der Störung. Am Vormittag ist man davon ausgegangen, dass das Ganze heute wohl nicht mehr komplett gelöst werden kann. Unter anderem die Städteregion Aachen und das Ministerium der Deutschsprachigen Gemeinschaft haben Notfall-Websites eingerichtet. Die Stadt Aachen hat außerdem am Nachmittag mitgeteilt, dass die Website aachen.de wieder aufgerufen werden kann. Und: Der IT-Dienstleister hat nach Angaben der Stadt einige zentrale Komponenten reaktivieren können – dazu zählen Telefonie und Internet. Weitere Verfahren sollen demnach im Laufe des Abends und in der Nacht wieder an den Start gehen. Die Stadt Aachen hofft darauf, am Mittwoch wieder mit leichten Einschränkungen für Bürger da sein zu können.

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