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Transportgenehmigung schon bald möglich

Anti-Atomkraft-Gruppen und der Umweltverband BUND warnen: Schon bald sind Castor-Transporte aus Jülich nach Ahaus möglich.

Noch in diesem Monat könnte es die entsprechende Genehmigung der Bundesbehörden geben.

Bund und Land streiten darüber, wie mit den atomaren Brennelementen umgegangen werden soll. Landesregierung und Politik in Jülich wollen den alten Versuchsreaktor für sich, um die Kugeln weiterhin dort einzulagern. Der Bund sieht das anders. Es könnte bis zu acht Jahre dauern, um alle Behälter nach Ahaus zu bringen. In einem Brandbrief an Bundesumweltminister Carsten Schneider, NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst und Landeswirtschaftsministerin Mona Neubaur haben die Gruppen „Last-Minute-Gespräche“ gefordert, um die Transporte zu verhindern. Sie werfen Bund und Land vor, seit Jahren keine nachhaltige Lösung für die Zwischenlagerung in Jülich gesucht zu haben. Solange die Endlagerfrage ungeklärt sei, dürfe kein Atommüll bewegt werden.

Nach Ansicht der Initiativen wäre der geplante Abtransport ein „Mammutvorhaben von vier bis acht Jahren über marode Autobahnen ohne Sinn“. Die Genehmigung des Ahauser Zwischenlagers laufe schon 2036 aus, eine Neugenehmigung beginne frühestens 2028 – der Ausgang sei völlig offen. Dazu komme, dass die Lagerhalle in Ahaus zu den ältesten der Republik mit besonders dünnen Wänden gehöre.

Die SPD im NRW-Landtag geht davon aus, dass das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE) die Genehmigung für die Transporte bereits bis Mitte August erteilen wird. Danach würden die Vorbereitungen noch etwa sechs bis acht Wochen dauern. Möglich wäre dann ein Transportbeginn im vierten Quartal dieses Jahres. Laut SPD könnten die Fahrten vier bis acht Jahre andauern, teilweise mit gebündelten Transporten.

Die Initiativen rufen zu Protesten auf: Am 31. August ist ein „außerordentlicher Sonntagsspaziergang“ am Zwischenlager in Ahaus geplant, am 4. Oktober eine Demonstration in der Innenstadt.

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