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Werden Wochenend-Feiertage bald nachgeholt?

Die Partei ‚Die Linke‘ im Deutschen Bundestag fordert, gesetzliche Feiertage, die auf ein Wochenende fallen, in Zukunft unter der Woche nachzuholen. Das sei gegenüber allen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern fair. In Nordrhein-Westfalen fallen 2026 drei Feiertage auf einen Samstag oder Sonntag.

Kritik an dem Vorschlag kommt aus der Wirtschaft.

Der Aachener Linken-Bundestagsabgeordnete, Fabian Fahl, findet, dass das Nachholen von Feiertagen für mehr Fairness sorgen würde: „Die Menschen werden aktuell um ihre verdiente Freizeit betrogen. 85 Länder auf der Welt gleichen Wochenend-Feiertage jetzt schon aus – da sollte Deutschland mitmachen. Die Menschen brauchen die freien Tage, um ihren Stress abzubauen, sich zu erholen und Zeit mit der Familie zu verbringen. Das sehen wir als Partei gefährdet, wenn die Feiertage nicht nachgeholt werden.“

Neben der Unionsfraktion kritisiert auch die Mittelstands- und Wirtschaftsunion den Vorschlag der Partei Die Linke. Ein zusätzlicher Feiertag sorge für einen Produktionsausfall von 8,6 Milliarden Euro. Der Geschäftsführer der IHK Aachen, Michael Bayer, ergänzt: „Wir müssen nach drei Jahren der Rezession darüber nachdenken, wie wir die Wirtschaft wieder auf Kurs bringen. Jetzt über zusätzliche freie Tage nachzudenken, ist völlig falsch. Wir müssten eigentlich darüber reden, wie wir zusätzliche Arbeitstage schaffen können.“

Das Argument, ein freier Tag würde zur Erholung beitragen, kann Bayer ebenfalls nicht nachvollziehen: „Deutschland gehört bereits zu den Ländern mit den meisten arbeitsfreien Tagen. Insofern braucht sich niemand über mangelnde Freizeit zu beklagen.“

Fabian Fahl weist die Kritik zurück: „Unternehmen profitieren doch davon, wenn Arbeitnehmer erholt sind und mit Freude zur Arbeit kommen. Außerdem gibt es auch Jahre, in denen Feiertage nicht auf ein Wochenende fallen. Dann gibt es ebenfalls keine Probleme.“

Die Partei Die Linke will in den nächsten Wochen einen entsprechenden Antrag in den Bundestag einbringen und fordert die Bundesregierung auf, das Vorhaben zu unterstützen. Bereits in den vergangenen Jahren hat es ähnliche Vorstöße gegeben, die bislang jedoch abgelehnt worden sind.

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